Handball Emmen: Herren 1. Liga – der Matchbericht

Grosser Kampf auf Augenhöhe…

Im dritten Spiel der Aufstiegsrunde traf das Team von Handball Emmen auf eine erfahrene und abgebrühte Truppe aus Frauenfeld – liest man doch die Namen auf dem Papier. Der Spielverlauf zeigte jedoch, dass die junge Emmer Mannschaft sehr gut mithalten konnte und phasenweise den Ton angeben konnte.

Der Start beider Teams verlief etwas nervös, was sich in vielen technischen Fehlern widerspiegelte. Zudem waren beide Torhüter mit einigen Paraden früh im Spiel. Bis zur 15. Spielminute konnte sich keines der Teams einen mit mehr als einem Tor absetzen – Frauenfeld gelang dies dann erstmals mit dem Tor zum 7:5. Die Emmer Reaktion liess jedoch nicht lange auf sich warten und so konnte man mit einem Unentschieden in die Pause gehen. 12:12 stand es nach 30 gespielten Minuten.

Der Start in die zweite Hälfte lief aus Emmer Sicht äusserst unbefriedigend. Ein Muster, dass man bereits aus dem ersten Spiel der Aufstiegsrunde gegen Dagmersellen kennt. Emmen spielte sehr hektisch, suchte immer wieder den von Frauenfeld sehr gut gedeckten Kreisläufer oder ging viel zu früh in den Abschluss. Wie sich das gegen eine erfahrene Truppe auswirkt? Aus Unentschieden wird ein 4-Tore-Rückstand – und das innert weniger als 8 Minuten!

Trotz dieser 10-minütigen Baisse liessen die Luzerner die Köpfe nicht hängen und kämpften sich Tor um Tor heran – nicht zuletzt dank der grossartigen Unterstützung des Heimpublikums! 15 Sekunden vor dem Ende netzte Devin Lang zum 27:27 ein. Ein letzter Angriff für den SC Frauenfeld. Lou Dürger gelang es, den angreifenden Frauenfelder zu stoppen – zog den Gegner leider zu lange an sich und wurde so 3 Sekunden vor dem Ende mit einer roten Karte und Penalty bestraft. Nun hiess es Schärer vs. Schnellmann – Sieg für Frauenfeld oder Unentschieden! Yannick Schnellmann zog sich zurück auf die Grundlinie und verunsicherte so den Schützen, der täuschte einmal an und warf Goalie Yannick Schnellmann an. Aus und vorbei – Unentschieden gerettet! Danke Yäcku!

Nun gilt es sich ein wenig zu erholen, ein zwei Käffelis an der Fasnacht zu trinken – aber nur ein zwei – und dann am Sonntag gegen das makellos gestartete SG Amicitia Zürich / HC Küsnacht wieder Vollgas zu geben.

Handball Emmen – SC Frauenfeld 27:27 (12:12)

Emmen Rossmoos. – 250 Zuschauer. – SR: Costa/Zwahlen

Strafen: 1x Rote Karte & 6 x 2 Minuten gegen Emmen, 3 x 2 Minuten gegen Frauenfeld

Schnyder (0 Paraden) /Schnellmann (15 Paraden); Huwiler (1/1), Schelbert (7), Brunner, Röttges (2), Cilurzo (1), Ravlija, Scherer (1), Lang (5), Bucher (3), Dürger (2), Kovacevic (5)

Bericht: Roy Bucher