Herren NLB – Innert 10 Minuten einen Punkt verschenkt!

SG Wädenswil/Horgen vs Handball Emmen 28 : 28 (12 : 13)

Die Anfangsphase war umkämpft und von Nervosität auf beiden Seiten geprägt. Beide Teams versuchten durch die Abwehr ins Spiel zu kommen. Die Schiedsrichter signalisierten zu Spielbeginn, dass eine gesunde Härte erlaubt ist. Emmen bekundete im Angriff etwas Mühe, da die gegnerische Abwehr schnell auf den Beinen war und die Emmer Rückraumspieler sofort unter Druck setzte sobald die den Ball hatten. Nach 16 Minuten stand es 6 : 6 unentschieden.

Emmen versuchte aus einer starken Défense heraus zu kontern und über die zweite Welle zum Torerfolg zu kommen. Dies funktionierte nur selten, weil der Gegner ein starkes Rückzugsverhalten an den Tag legte. Somit blieben die vermeintlich einfachen Tore aus und man musste sich im Positionsspiel durchsetzen. Dank einer guten Abwehr- und Torhüterleistung stand es zur Pause 12 : 13 für die Emmer.

Die Truppe von Heinz Fuhrimann startete furios in die zweite Halbzeit. Innert 5 Minuten konnte man sich einen Vorsprung von sechs Toren erarbeiten. Ausschlaggebend dafür war das schnelle und effiziente Angriffsspiel. Beim Gegner häuften sich in dieser Phase die technischen Fehler und wenn mal ein Ball aufs Tor kam, war Emmens Keeper bereit für die Parade. Nach 46 Minuten stand es 18 : 25 und die Partie schien entschieden zu sein.

Die Schlussviertelstunde zeigte jedoch, dass es im Handball schnell gehen kann. Wädi/Horgen bäumte sich gegen die drohende Niederlage mit allem was es hatte auf. Das 7 gegen 6 Angriffsspiel funktionierte gut und führte immer wieder zu Toren. Im Gegenzug fühlte man sich bei Emmen wohl zu sicher und vergab fahrlässig gute Chancen. Teilweise wirkten die Aktionen der Emmer sogar etwas überheblich. Zu oft versuchte man über den Rückraum oder über den gut bewachten Kreisläufer zum Torerfolg zu kommen. Dies funktionierte in dieser Phase jedoch nicht. Das Resultat daraus, war ein 7 zu 0 Lauf von Wädi/Horgen zum 25 : 25 nach 55 Minuten.

Es folgten 5 nervenaufreibende Schlussminuten mit einer 2 Minutenstrafe und einer direkten roten Karte gegen Emmen. Beim Stand von 28 : 28 hatte Wädi/Horgen einen Freiwurf an der 9m Markierung und 2 Spieler mehr auf dem Feld als Emmen. Emmen stand mit dem Rücken zur Wand und war kurz davor, den einen Punkt auch noch abzugeben. Zum Glück hielt der Emmer Schlussmann den Kasten dicht, so dass die Punkteteilung Tatsache war. Ein Schuss vor den Bug war es allemal. Man darf hoffen, dass die Mannschaft aus solchen Spielen die richtigen Lehren ziehen wird.

Bericht von Chregi Brunner

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